Christiane Feuerstack

„Die Rückerinnerung an die Begegnung mit Rudolf Steiner gehörte für mich zu den ersten Erfahrungen".

Zeitschrift Lazarus im Gespräch mit Christiane Feuerstack

Interview BildAm 22.Februar 2004 führte Monika Neve für LAZARUS ein Gespräch mit Christiane Feuerstack in Eckernförde über konkrete Karmaerkenntnis. Christiane Feuerstack wurde 1960 als Tochter von Paul und Heide Oehms in Manderscheidt / Eifel als erstes von vier Kindern geboren. 1978 -1982 Eurythmiestudium in Nürnberg, ab 1982 Bühnenarbeit, Eurythmiebegleitung am Klavier, Aufbau und Betreuung von Laienkursen und Lehrtätigkeit an Waldorfschulen. 1985 folgte eine Heileurythmieausbildung in Stuttgart. Heirat und Geburt zweier Söhne. Seit 1990 neben Eurythmiekursen und Heileurythmie an einer Schule mit Behinderten Aufbau einer freiberuflichen Heileurythmiepraxis. 1995 lernte sie von Heide Oehms die von dieser entwickelte Methode karmischer Forschung kennen, nach der sie seitdem auch selbst mit Rat suchenden Menschen arbeitet. Christiane Feuerstack lebt und arbeitet in Eckernförde. Ihre Website im Internet lautet: http://christiane.feuerstack.net  -Red.

Monika Neve: In vielen anthroposophischen Schriften und Vorträgen hört man bis heute Erkenntnisse zu wiederholten Erdenleben so dargestellt, dass man den Eindruck haben muss, die Schreibenden oder Sprechenden behandeln den Stoff rein theoretisch. - Christiane, du hast nicht nur theoretisch Kenntnisse erwerben, sondern auch praktisch Erfahrungen machen können, mehrere deiner vergangenen Inkarnationen betreffend. Hat sich dadurch ein bestimmtes „ Selbst" - Bewusstsein, dass du mehr und mehr „ deine Geschichte " kennenlernen konntest, herauskristallisieren können...? - Und wann hat sich die Frage nach dir selbst, als mehr als dasjenige, was Vererbung und Umwelt dir über dich sagen können, erstmals gestellt? Die alte Frage danach: „ Wer bin ich?", die ja im Grunde über die einzelnen Persönlichkeiten hinausgeht. Oder war das bis zum Erwachsenensein hin für dich nie eine Frage?

Christiane Feuerstack: Deine erste Frage kann ich eindeutig mit „Ja" beantworten. Es hat sich im Laufe der letzten Jahre immer deutlicher ein roter Faden bezüglich „meiner Geschichte" herauskristallisiert. Die Frage nach der wirklichen Individualität war - bis zum Erwachsensein - jedenfalls nicht so drängend, dass ich mich daran erinnern könnte, wann das wirklich als Frage auftauchte. Es war für mich eher ein selbstverständliches Lebensgefühl, dass ich eigentlich mehr bin als mein jetziger Körper.

MN: Welche Rolle hat dabei das Elternhaus - deine Eltern sind Anthroposophen - gespielt? Hat das dabei überhaupt eine Rolle gespielt? Oder wurden diese Fragen -„ wer" ist da zu uns gekommen, was hat uns zusammengeführt, ist das eine beschränkte Aufgabe (für wenige Jahre) oder etwas, was auch über den äußeren Anlass (Blutsverwandtschaft, Lehrauftrag) hinaus Aufgaben für uns mit sich bringt usw. - nie berührt bzw. nicht so direkt ausgesprochen?

Als meine Eltern die Anthroposophie kennenlernten, war ich 13 Jahre alt. Bis dahin war ich ganz katholisch erzogen worden mit allen Vorstellungen von Himmel und Hölle, die dazu gehörten. Ich kann mich noch genau erinnern, welche Neuigkeit damals die Vorstellung von den wiederholten Erdenleben für meine Eltern war und wie das bei uns am Essenstisch diskutiert wurde. Ich dachte dabei nur: „Was soll daran so aufregend sein? Das wusste ich doch schon immer!"
im GesprächWas die karmischen Verbindungen innerhalb der Familie selbst betrifft, das war damals wohl noch keine so konkrete Frage. Aber die Annahme, dass man sich die Eltern und die Familie aussucht, dieser Gedanke lebte dann schon als Grundstimmung bei meinen Eltern und  wohl auch bei uns Kindern.

Wann wurde die Frage danach, welche Vergangenheit dich ins Dasein gebracht hat und welche Aufgaben und Impulse damit verbunden sind, für dich wichtig? Erst durch Erlebnisse, Erfahrungen in dem nach und nach sich ergebenden Kennenlernen des eigenen Karmas oder schon vorher?

Schon früher und durch die eigenen Erlebnisse immer mehr. Ich habe selber sehr früh begonnen, mich mit Anthroposophie zu beschäftigen. Mit 15,16 Jahren zog ich meinen Eltern heimlich die Steinerbücher aus dem Regal und verschlang sie geradezu. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass ich dadurch sicher viele Antworten auf Fragen bekommen habe, die ich noch gar nicht wirklich gestellt hatte. Ich kam auch sehr früh mit den Karmavorträgen und den Mysteriendramen in Berührung. Dadurch tauchten dann schon Fragen nach der eigenen Individualität auf. Nicht womit zu rechnen sei. Nicht so sehr die Frage „ Wer war ich", sondern mehr die nach der Wirksamkeit der karmischen Gesetze in Bezug auf das jetzige Leben, Fragen nach leidvollen Erlebnissen, problematischen menschlichen Beziehungen, Begebenheiten, die aus dem jetzigen Leben nicht erklärbar sind, und natürlich nach Fähigkeiten und Unfähigkeiten und daraus resultierenden Aufgaben. 

Wo kommt das alles her? Zum Beispiel fiel mir als Schülerin nahezu alles in den Schoß. Ich hatte eigentlich mit keinem Unterrichtsfach Mühe, nicht mal mit Mathe und Latein. Da kam mir schon mal so eine Vermutung wie: Das habe ich bestimmt alles früher schon einmal in einem Kloster gelernt. Es hat mich dann irgendwann furchtbar gelangweilt. Ich wollte endlich mal was lernen, was ich noch nicht konnte. Da wurde dann auch die Frage aktuell, „welche Aufgabe habe ich in diesem Leben?".

Mit 16 tauchte dann urplötzlich und vehement der Wunsch auf, Eurythmie studieren zu wollen. Das war damals für mich selbst überraschend. Im selben Alter las ich „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?" und wusste schlagartig, dass ich diesen Weg unbedingt gehen müsse. Das war fast wie eine zwanghafte Vorstellung, dass ich sonst etwas versäumen würde, dass das wie eine Verpflichtung ist.

 

Christiane Feuerstack und Monika NeveWie hast du erlebt, dass die vergangenen Erdenleben nicht wirklich vergangen sind, sondern heute noch als Realität wirken? Ich könnte mir vor stellen, dass manche Menschen meinen, jedes Leben würde in den Erlebnissen und Begegnungen des darauffolgenden „durch das Schicksal" von ganz allein aufgearbeitet und spiele dann keine Rolle mehr... Das heißt: nur was die Vergangenheit in einem an Fähigkeiten für die Gegenwart erbildet hätte, wäre etwas, womit zu rechnen sei. „ Wichtig ist nicht, welche Stellung man (in vergangenen Erdenleben) innegehabt oder wer man gewesen sei, sondern welche Fähigkeiten man sich erbildet habe ", so ausgedrückt las ich es mal. - Was ist an dem Vergangenen wirklich „vergangen", was ist aber heute und vielleicht noch in vielen künftigen Inkarnationen präsent bzw. kann erst in viel späterer Zeit und unter anderen Entwicklungsbedingungen wieder aufgegriffen werden?

Karma ist eine ungeheuer komplizierte Angelegenheit, in der Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges ständig ineinanderfließen. - Da gibt es bei jedem Menschen ganz individuelle Themenbereiche, die sich metamorphosieren, umkehren oder auch auf verschiedenen Entwicklungsstufen wiederholen können.
Zum anderen Punkt: dass Karma von ganz allein aufgearbeitet würde, ist nur bedingt richtig. Natürlich geraten wir „von ganz alleine" in die misslichen Situationen, die eine Folge früherer Versäumnisse oder Fehlentwicklungen sind. Ob wir auch von ganz alleine wieder aus dem Dilemma herauskommen, das ist eine andere Frage. Und ob wir es uns in der heutigen Zeit noch leisten können, unzählige Ehrenrunden zu drehen und darauf zu warten, dass alles von selber geht, wage ich zu bezweifeln. - Jedenfalls rutschen Probleme, die nicht über das Bewusstsein gelöst werden, dann oft ins Körperliche. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit der Aufarbeitung, eben eine unbewusste, schmerzhafte und oft sehr langwierige Angelegenheit. Letztlich ist es die Entscheidung jedes Einzelnen, ob er den Weg des Leidens oder den der Erkenntnis gehen möchte. Ich bin überzeugt, dass es für die heutige Menschheit, die ja als Ganzes den Schwellenübertritt vollzogen hat, immer mehr zur Notwendigkeit wird, sich ihrer Vergangenheit bewusst zu werden und die Belastungen, die Hindernisse, die man selbst verursacht hat, zu erkennen und zu verwandeln. Solange die unbewusst gebliebenen -verdrängten, traumatischen - Anteile uns immer wieder wie zwanghaft in Situationen führen, die wir gar nicht wollen, sind wir auch nicht frei für eine selbstbestimmte Zukunftsgestaltung. Die unbewältigte Vergangenheit wird sich so lange an unpassenden Stellen bemerkbar machen, bis die problematischen Anteile bewusst gemacht, erlöst und geheilt werden. Zum angesprochenen Punkt, es sei nicht wichtig, „welche Stellung man innegehabt hätte" bzw. wer man gewesen wäre, kann ich nur sagen: Das ist insofern von Bedeutung, ob man die dieser Stellung angemessene Aufgabe bewältigt hat oder ob man sich vielleicht gerade durch das Nichtbewältigen große Belastungen zugezogen hat. Für manchen König der Weltgeschichte wäre es vielleicht besser gewesen, nur der Schuhputzer gewesen zu sein...

Du sprichst davon, dass du im 20.Jahr-hundertzu Zeiten Rudolf Steiners inkarniert warst, also auch in jenem Jahrhundert kurz nacheinander verkörpert warst. Nun wies Rudolf Steiner die Anthroposophen ja darauf hin, dass sie - aus bestimmten Gründen - dazu prädestiniert wären, bereits am Ende des 20.Jahrhunderts wieder da zu sein um einzugreifen
in die Erdenzivilisation, zusammen mit vielen Individualitäten, die zu seiner Zeit noch nicht wieder inkarniert waren.
Daraus sollte eine große Bewegung entstehen, für die die anthroposophische Bewegung des Jahrhundertanfangs nur die Vorbereitung wäre..., zur Spiritualisierung der Kultur in alle Lebensbereiche hinein, bis hin zur technischen Entwicklung! - Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen: Was hat dein letztes Erdenleben mit deinem heutigen zu tun?

Mein jetziges Leben erlebe ich als eine unmittelbare Fortsetzung des damaligen! Sowohl in Bezug auf die Interessen und Fähigkeiten - also dieses direkte Zugehen auf die Anthroposophie, die Karmaforschung, die Eurythmie -, als auch in Bezug auf Belastungen, die sich aus dem Nicht-ergreifen-können der damaligen Notwendigkeiten ergeben haben. Ich habe da das Erlebnis eines großen kollektiven Versagens gehabt, an dem eigentlich alle im Umkreis Rudolf Steiners lebenden Persönlichkeiten ihren Anteil hatten. Denn trotz allem Großartigen, was sicher auch geleistet worden war, kann man aus der jetzigen Sicht sagen, dass Rudolf Steiners eigentliche Mission nicht verstanden worden ist.
Was meinst du damit?Das Verständnis für karmische Zusammenhänge war als Vorbereitung für das Erscheinen der Christus im Ätherischen unbedingt notwendig. Und Rudolf Steiner hatte ja wiederholt davor gewarnt, dass dieses Ereignis auch verschlafen werden könnte. Denn den Zugang zu dem ätherischen Christus findet man ja vor allem dadurch, dass man sich in eigener Anstrengung bewusst ihm zuwendet. Man muss es wollen, den -  wie Rudolf Steiner sagte
- „Herrn des Karmas" um Gnade und Erlösung von alten Verstrickungen zu bitten
- nachdem man sie vorher bewusst erkannt hat! Die Chancen und Möglichkeiten der Befreiung und inneren Heilung, die wir in den letzten Jahrzehnten und zunehmend in den letzten Jahren geschenkt bekommen haben, werden vielleicht nicht so schnell wiederkehren. Für die, die jetzt nicht wach sind, ist dann womöglich der Zug auf lange Zeit abgefahren...
Und die ätherische Wiederkunft Christi ist eben kein äußerlich wahrnehmbares Ereignis, sondern nur durch den eigenen Ätherleib wahrzunehmen.

Und du meinst, das haben die Menschen nicht so verstanden, wie es nicht nur damals hätte verstanden und ernstgenommen werden müssen?

Ja. Ich konnte in der Rückschau erleben, was für einen ungeheuren Schmerz es für Rudolf Steiner bedeutete, dass die Menschen einfach geschlafen haben und nicht reif waren, die spirituellen Impulse wirklich zu ergreifen.
Für mich war das furchtbar niederschmetternd, mich so unerbittlich mit den Folgen des damaligen Versagthabens konfrontiert zu sehen. Das geschah zudem noch am selben Ort, nämlich der ersten, 1919 in Stuttgart begründeten Waldorfschule, damals als Lehrerin, in diesem Leben als Mutter - die ganze Problematik mehr von außen erlebend.
Dein Mann Markus hatte vor 15 Jahren mit der Konzeption und Einrichtung eines Archivs über die erste Waldorfschule zu tun. Hatte dich das damals näher interessiert? Hatte es dir geholfen, damit später durch äußerliche Fakten deine eigenen Erfahrungen überprüfen zu können?in EckernfördeMarkus hat ja nicht nur das Archiv bearbeitet, sondern sich schon lange Zeit vorher intensiv mit der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft auseinandergesetzt und eine umfangreiche Bibliothek zu diesem Thema besessen. - Ich habe durch ihn sicher viel erfahren, was mich von mir aus weniger interessiert hätte. Bis dahin hatte ich mich mehr mit Steiner selbst beschäftigt, nicht mit der Problematik des Umfeldes und der Zeit nach seinem Tod.
Als ich dann zum Beispiel die Bücher über Ita Wegman las, empfand ich das, was sich in dieser Gesellschaft alles abgespielt hatte, als reinsten Horror und habe nur gehofft, dass ich mit diesem ganzen Zirkus nichts zu tun haben möge.
Die erste Erinnerung an diese Zeit hat mich dann auch richtig schockiert. Das war bestimmt keine Wunschvorstellung! Ich fragte Markus dann nach dieser Rückerinnerung nach dem Buch über den Lehrerkreis um Rudolf Steiner, um meine Erfahrungen überprüfen zu können. - Es war schon eine wertvolle Hilfe, ergänzend zu den eigenen Erlebnissen eine äußere Lebensbeschreibung zu finden, wobei ja auch klar ist, dass eine äußere Lebensbeschreibung durch andere Personen die innere Realität dieses Menschen gar nicht zum Ausdruck bringen kann.
Wenn man Namen konkret benennt, gibt es böses Blut, wenn man sie nicht nennt, gibt es entsprechende Gerüchte... So oder so kann man sich möglichen Böswilligkeiten leider nicht entziehen. Natürlich kann es wirklich sehr gute Gründe geben, einer kleineren oder größeren Öffentlichkeit nicht den mitgeteilten Erkenntnissen aus der eigenen Vergangenheit den Namen hinzuzufügen, sei er unbekannt oder - vielleicht sogar nur ganz kleinen Kreisen - bekannt... Aber man sollte prüfen, denke ich, ob es heute nicht doch an der Zeit ist, hierüber - wenn es denn irgend vertretbar ist - offener zu werden... -
Selbst wenn innerhalb der Waldorfschulbewegung die Namen der gesamten Lehrerschaft der ersten Waldorfschule bekannt wären (was ich bezweifle), so wird sicher niemand auftreten, der nun deshalb besondere Affinitäten danach hätte, diese oder jene wiedergeborene Lehrkraft zu sein, so dass es ein relativ „ ungefährlicheres Pflaster" ist... - Ich würde mich freuen und wäre wirklich dankbar, wenn du den Namen aussprechen könntest, den du nach deiner Karma-Erkenntnis im letzten Leben gehabt hast.
Na, wenn du schon so direkt fragst: Clara Michels. - Ich glaube kaum, dass dieser Name irgend jemandem etwas sagt und würde mich wundern, wenn sonst noch jemand meint, das gewesen zu sein. Natürlich „irrt der Mensch, solang' er strebt". Das gilt für mich wie für andere und davon ist, laut Rudolf Steiner, ja selbst der höchste Eingeweihte nicht ausgenommen. Ein viel größeres Problem als die Möglichkeit sich zu irren, ist aber doch die Angst vor dem Irrtum, sind Rechthaberei und Perfektionsansprüche. Man muss mit offenen Fragen und „Arbeitshypothesen" leben können - wie übrigens in der Naturwissenschaft auch. Ich stelle meine gewonnenen Einsichten auch immer wieder in Frage und überprüfe sie mit den mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.
Ich danke dir für den Gedanken, dass die Angst vor dem Irrtum das eigentliche Hindernis ist, sich auch in Frage stellen zu können... Wenn ich es recht bedenke, verhindert es diese - vielleicht sogar unerkannte - Angst ja im Grunde, dass man seine Erkenntnisse mit anderen in ein Arbeitsgespräch bringt, die über denselben Gegenstand andere Erkenntnisse fanden. Wenn das geschähe, werden geisteswissenschaftliche Forschungen auch immer mehr aus dem „ Verkündigungscharakter" herauskommen... Wie hast du im Falle der Clara Michels äußerlich dasjenige überprüft, was du geistig erforschen konntest?In diesem Fall habe ich zum Beispiel das Geburts- und Todeshoroskop durch eine erfahrene Astrologin vergleichen lassen mit meinem jetzigen Geburtshoroskop. Sie hat, ohne zu wissen, um wen es ging, aufgrund dieser Analyse ziemlich genau die in dem damaligen Leben sich entwickelte Problematik, die sich mit meinen Erinnerungen deckt, geschildert und die betreffenden Themen in verwandelter Form in meinem jetzigen Horoskop wieder gefunden. - Außerdem lässt sich durch den Vergleich vom Todeshoroskop eines früheren Lebens mit der Geburtskonstellation des späteren immerhin sagen, ob danach ein Zusammenhang ausgeschlossen ist oder nicht. - Durch solche Prüfungen kann man zwar nicht auf bestimmte Verkörperungen schließen, sie können aber - zusammen mit anderen bestätigenden Hinweisen und dem Gesamtkontext erkannter früherer Inkarnationen - zu einer erfahrbaren Gewissheit führen.
An dieser Stelle sollte ich doch erwähnen, dass ich meine ersten Erfahrungen mit der Karmaforschung dank der Hilfe meiner Mutter und der von ihr entwickelten Methode machen konnte: Heide Oehms dürfte ja den meisten Lazarus-Lesern bekannt sein. Denn auch wenn ich diese Methode relativ schnell selbständig anwenden konnte, glaube ich kaum, dass ich ohne diese Hilfe zu so konkreten Ergebnissen gekommen wäre.
Welche Eindrücke sind dir aus jener Inkarnation gegenwärtig? - Sind in diesen karmischen Rückerinnerungen auch Begegnungen mit Rudolf Steiner enthalten? - Wie hast du die Quintessenz jenes Lebens in der Rückschau erlebt?Die Rückerinnerung an die Begegnung mit Rudolf Steiner gehörte für mich zu den ersten Erfahrungen auf diesem Gebiet und kam für mich völlig überraschend, aber in einer erschütternden Deutlichkeit. Sonst habe ich in den Erinnerungsbildern eher blasse oder undeutliche Eindrücke von anderen Personen, aber Rudolf Steiner stand wie leibhaftig vor mir. Er war ungeheuer ernst und sprach mit großer Sorge von den Zuständen innerhalb der Gesellschaft. Die Szene fand in Dornach unter freiem Himmel statt, mit einer kleinen Gruppe von Menschen, die sich vielleicht zufällig dort getroffen hatte. Das erste Goetheanum war noch vorhanden.
während des Interviews in EckernfördeDen genauen Inhalt des Gesprächs konnte ich nicht wahrnehmen, nur die Stimmung, die sehr bedrückend war. Ich hatte den Eindruck, dass Rudolf Steiner sehr an alle Anwesenden appellierte hat, das nun Erforderliche zu tun. Ich empfand das wie einen Auftrag und wusste im selben Moment - also mit dem jetzigen Bewusstsein in der Rückerinnerung -, dass ich das nicht geschafft hatte. Gleichzeitig wurde mir klar, dass ich in Dornach nur zu Besuch war und der Auftrag sich auf einen anderen Ort bezog.
Dann tauchte die Stuttgarter Schule auf, ich sah mich in einem Klassenraum jüngere Kinder unterrichten, cirka 3./4. Klasse. Und es erschien eine Szene mit Rudolf Steiner, wie er mir auf dem Schulhof begegnete und mich ermutigte, so weiterzumachen. - Später ergänzten sich diese ersten Eindrücke durch weitere Nachforschungen.
Dass in der ersten Rückerinnerung die Begegnung mit Rudolf Steiner in bedrückter Atmosphäre erlebt wurde, erscheint mir eigentlich recht erstaunlich, kann man doch davon ausgehen, dass es wohl mehr Begegnungen gab und doch auch viel Begeisterung dabei gewesen sein musste..Diese ersten wenigen Szenen habe ich vielleicht auch deshalb als so bedrückend empfunden, weil unmittelbar davor sich ein Bild gezeigt hat von einer Inkarnation, die in einer schrecklichen Krankenhausatmosphäre begonnen und kurze Zeit später wieder geendet hat. Ich erlebte mich außerhalb dieses ungeborenen Körpers, wusste aber gleichzeitig, dass dieses Baby, um das viele Ärzte in besorgter Stimmung herumstanden, mein Körper war. Das Kind muss offensichtlich Missbildungen und kaum Überlebenschancen gehabt haben. Als die Ärzte der Mutter, die noch auf einem Gebärstuhl saß, das mitteilten, schrie sie laut auf und wollte das Kind gar nicht sehen. Man hat es dann einfach sterben lassen. Das muss gar nicht lange vor meiner jetzigen Geburt gewesen sein.
 Auf die Frage nach dem Grund für diese Behinderung tauchte dann eben die erstgenannte Szene mit Rudolf Steiner auf. Du kannst dir vorstellen, dass mir das ziemlich unter die Haut ging, zumal ich damals noch sehr unvollständige Vorstellungen der karmischen Gesetzmäßigkeiten hatte und mich wie schuldig und bestraft fühlte.
Später hat mir dann ein Hellseher, der auch beide Inkarnationen bestätigen konnte, den Hinweis gegeben, dass diese Behinderung nichts mit meinem persönlichen Karma zu tun gehabt hätte, sondern der Entlastung des Egregors, also des Gruppendoppelgängers der Waldorfschule, diente. Das war aber nur ein schwacher Trost, weil ich ja zu dieser Zeit wieder unmittelbar konfrontiert war mit denselben Problemen am selben Ort. Da musste ja geradezu die Frage auftauchen: Wozu bin ich jetzt wieder hier? Was habe ich versäumt? Was habe ich jetzt zu tun?
Vielleicht sollte man bei dem Begriff des Egregors bzw. Gruppendoppelgängers an dieser Stelle für die Leser des Interviews zum besseren Verständnis auf den Beitrag von Heide Oehms in Heft 2-04: „ Gedanken zur Zeit im Hinblick auf frühere Inkarnationen und den karmischen Doppelgänger" hinweisen. Dort veröffentlichte sie zudem ein Bild, wie sich ihr ein solcher Egregor in einem bestimmten Kreis dem geistigen Auge dargestellt hatte. Und auch Harrie Salman behandelte das Thema schon mal: „Der Kampf um die Anthroposophie - Zum Phänomen des Gruppendoppelgängers ", in Heft 2 des Lazarus-Jahresbuches von 1997 nachlesbar.. - Aber nun noch mal zur Frage, was nach diesem Leben der Clara Michels passiert ist und was für dich die Qintessenz jenes Lebens war?Dieser Frage hatte ich mich dann doch erst zu einem späteren Zeitpunkt gewidmet. Da hatte ich nur bruchstückhafte, merkwürdige Eindrücke. Zunächst erlebte ich nach dem Tod von Clara Michels die Attacke eines dunklen Wesens, das wie eine Bombe in mich einschlug, danach einen schockartigen Lähmungszustand und schließlich - wie durch einen Nebel -in weiter Ferne ein Bild der Waldorfschule und den blitzartigen Gedanken: „Ich muss da wieder hin!" Nichts weiter. Keine Rückschau, kein stufenweises Rückwärtserleben, wie man sich das so vorstellt oder von anderen Leben kennt... Unmittelbar danach fand eine ganz schnelle Lösung von der Erde statt: Es ging in Michaels Schule und zurück auf die Erde..!
Beim Abstieg zur Erde hin stürzte sich wieder dasselbe dunkle Wesen auf mich, was ich nach dem Tode zurückgelassen hatte, zog in den sich neu bildenden Körper ein und verursachte dort wohl diese Missbildungen.
Nach dem Tod des neugeborenen Körpers empfing mich etwas wie eine Jubelstimmung in der geistigen Welt, als ob ich eine großartige Tat vollbracht hatte. Ich empfand mich wie eine Art Blitzableiter für dieses dunkle Wesen. - Durch dieses und ähnliche Erlebnisse habe ich ganz neue Dimensionen karmischer Gesetze kennen gelernt. - Institutionen, gleich welcher Art, bergen ja immer die Gefahr in sich, dass sich das Individuum hinter einem Gruppenbewusstsein versteckt, dass eine äußere Scheinsicherheit durch die Gruppe zur Bequemlichkeit im Denken und zur Trägheit des Herzens führt, während der moralische Mut gegen Minus - Unendlich tendiert... Nicht umsonst hat mal ein indischer Philosoph gesagt: „Wenn Gott der Welt eine neue Religion schenkt, kommt gleich der Teufel hinterher und organisiert sie.
Also so, wie es den Gemeinschaftsengel einer Gruppe von zusammenarbeitenden Menschen geben kann, kann sich auch ein Gruppendoppelgänger entwickeln, wenn die Voraussetzungen dazu gegeben werden... Und dies wirkt dann als Realität - umso mehr, wenn man davor die Augen verschließt.
Kennst du noch Menschen aus deiner letzten Inkarnation - wenn man mal von dieser kurzen Erdenberührung absieht -, die auch heute wieder inkarniert sind? Und wenn ja, hast du das Gefühl, dass mit ihnen eine Zusammenarbeit möglich wurde so wie Rudolf Steiner gewissermaßen vorhergesagt bzw. erwartet hatte?
Ich möchte es einmal so sagen: Ich kenne einige Menschen, die häufig ähnliche Problematiken erleben wie ich. Rudolf Steiners Vorhersage sorgt immer noch für einige Verwirrung unter den heutigen Anthroposophen, weil sie ja bisher jedenfalls in dieser Form nicht eingetroffen zu sein scheint. Das erste, was aus meiner Sicht an dieser überlieferten Aussage ergänzend korrigiert werden müsste, ist die Annahme, es sei ein Privileg der damaligen Anthroposophen und eine besondere Ausnahme des Karmagesetzes, sich so schnell wieder zu inkarnieren. Aus Sicht der heute vorliegenden Erfahrungen sind aber fast alle Menschen von dieser Beschleunigung ihrer eigenen Entwicklung in unserer ebenfalls rasant sich entwickelnden Zeit betroffen.
Die zweite Korrektur dazu hat Rudolf Steiner meines Wissens vor seinem Tod selber vorgenommen. Da soll er in einem Gespräch mit Ita Wegman gesagt haben, dass die Anthroposophen, wenn sie dann wiederkommen am Ende des Jahrhunderts, wohl erst einmal mit der Aufarbeitung ihres Karmas beschäftigt sein würden. Also, es heißt: erst einmal Hausaufgaben machen, bevor man in die nächste Klasse versetzt werden will!
 Eine große Bewegung nach außen hin sehe ich im Moment nicht. Das wäre auch gar nicht unbedingt wünschenswert: Man hat sich doch schon damals nach außen hin übernommen und darüber die innere Arbeit vernachlässigt. Jetzt wäre eher die Einsicht angebracht, dass man die Welt nicht verbessern kann, bevor man sich nicht selbst verbessert.
Und zur Frage nach Zusammenarbeit soviel: Zusammenarbeit mit wieder inkarnierten Anthroposophen findet in meinem Leben schon statt, aber eher im Sinne der Bewusstwerdung, der Aufarbeitung und stillen Weiterentwicklung. Und zwar nicht der theoretischen Weiterentwicklung, sondern des praktischen Tuns, im Alltag, im engsten Umkreis, in dem Versuch, das, was man verstanden hat, auch wirklich zu leben. - Es kann ja nicht mehr darum gehen, immer mehr Wissen anzuhäufen oder immer wieder Steiner-Bücher wiederzukäuen, sondern Anthroposophie zu leben, das Erwachen am anderen Menschen - den umgekehrten Kultus - zu praktizieren, geistige und karmische Realitäten einzubeziehen, und vor allem sich selbst zu verwandeln und eine Beziehung zum ätherischen Christus herzustellen. Das geht aber nur mit einzelnen Menschen, die dazu bereit sind, das lässt sich nicht institutionalisieren. Auch nicht in den heutigen anthroposophischen Institutionen, wo man es ja immer noch mit Machtgehabe, Wichtiggetue und Profilierungsneurosen zu tun hat und die „klerikale Fraktion" immer noch nicht aufhören kann mit „Inquisitionsspielchen"...
Meine Erfahrung ist die, dass es für die Notwendigkeit des Zusammenwirkens verschiedener karmischer Strömungen dort wenig Verständnis gibt und schon gar kein bewusstes Arbeiten daran. Platonisch oder manichäisch gestimmte Seelen fühlen sich innerhalb dieser Machtstrukturen meistens nicht wohl. Die gehen entweder von selbst oder werden rausgedrängt oder leiden innerlich daran.
Steiner sprach in seinen letzten Vorträgen davon, dass die Anthroposophen der ersten Generation nur die „Vorbereiter" wären für dasjenige, was dann als Spiritualität auch andere, noch nicht inkarnierte Individualitäten mitbrächten. Im Grunde hattest du meine Frage ja schon durch das eben von dir Gesagte beantwortet. Aber doch noch mal ganz direkt: Hast du den Eindruck, als wenn es die von Steiner als notwendig für die Erdenkultur vorauserhoffte „Kulmination" des spirituellen Impulses gegeben hätte oder hast du eher den Eindruck eines spirituellen Niederganges, gemessen an dem, was in den ersten Jahrzehnten veranlagt war?Rein äußerlich gesehen hat es eine Kulmination im Sinne von Ausbreitung des anthroposophischen Impulses in den 70er und 80er Jahren des 20.Jahrhunderts gegeben. Viele Waldorfschulen wurden gegründet, Eurythmieschulen etc. - Aber das ist ja schon lange vorbei und bezog sich auch nur auf die Verbreitung der so genannten Tochterbewegungen im Sinne von Alternativmethoden, ohne dass gleichzeitig der spirituelle Impuls erneuert oder vertieft worden wäre. Natürlich heißt das nicht, dass nicht auch da viel gute Arbeit geleistet worden wäre, aber gemessen an dem, was eigentlich veranlagt war, kann man heute wohl eindeutig von einem Niedergang sprechen, - auch rein äußerlich gesehen.
Besonders deutlich ist das für mich an der Eurythmie zu sehen, wovon ich ja selbst betroffen bin. Zur Zeit gibt es kaum noch Menschen, die Eurythmie studieren wollen. Kursangebote oder Aufführungen finden kaum noch Resonanz, und auch die Heileurythmie hat große Einbrüche zu verzeichnen. - Die Eurythmie in ihrer bisherigen Form ist ziemlich akut vom Aussterben bedroht, während gleichzeitig vereinzelte Bemühungen um neue Ansätze hoffen lassen, dass die spirituellen Quellen vielleicht doch wieder neu belebt werden können. Auch das soll Rudolf Steiner noch kurz vor seinem Tod ausgesprochen haben, dass die Eurythmie nach seinem Tod einer ziemlich schnellen Veräußerlichung entgegen gehen würde.
Ich habe das selbst so erlebt, schon in meiner Ausbildung, dass das, was mir da geboten wurde, nicht das war, was ich eigentlich suchte.
Ich hatte ja in meiner vorigen Inkarnation die Entstehung der Eurythmie miterlebt und darauf den Wunsch entwickelt: im nächsten Leben möchte ich Eurythmie studieren! Ja, dieser Wunsch drängte dann auch ziemlich vehement auf Erfüllung. Nur war die Eurythmie zwischenzeitlich schon lange nicht mehr dieselbe wie zu Anfang.
Wie meinst du das?Rein äußerlich gesehen hatte vieles sich weiterentwickelt und war perfekter geworden. Aber der spirituelle Impuls war bestenfalls noch theoretisch da... - Ich habe ja sehr jung, mit 18, mit der Ausbildung begonnen und konnte meine Unzufriedenheit nicht so richtig artikulieren. Ich wusste nur, dass irgendetwas fehlte. Mit 20 hatte ich dann so eine Art Schlüsselerlebnis. Da hatte ich in Järna an einer Tagung der Jugendsektion über das „Erleben des Ätherischen in der Kunst" teilgenommen und einen Eurythmiekurs belegt. Da habe ich zum ersten Mal ahnen können, worum es eigentlich geht. In der Ausbildung wurden uns diese Qualitäten nicht vermittelt. Da wurde aus Tradition nachgeahmt und mehr oder weniger festgelegte Bewegungsschablonen einstudiert. Ich habe mich zunehmend gefragt, was das eigentlich alles soll und warum ich da überhaupt „herumhopse".
 Christiane Feuerstack beim InterviewAuch wenn ich später durch das eigene Unterrichten, die Heileurythmieausbildung und durch ein ständiges Ringen um die spirituelle Substanz manches vertiefen und für mich neu beleben konnte, habe ich doch noch lange Zeit meine Grundausbildung wie ein Korsett empfunden, aus dem ich nicht mehr herauskam, das ich nicht ablegen konnte, obwohl es mich behinderte.
Trotzdem hat mich die Eurythmie nicht losgelassen. Ich habe immer wieder um neue Ansätze gerungen und versuche es auch jetzt wieder. Aber es gibt eigentlich keinen Umkreis dafür. Eurythmie wird nicht mehr gewünscht. Manchmal denke ich auch, es wäre gut, wenn das Alte möglichst schnell verschwinden würde, damit ein neuer Impuls sich wieder inkarnieren kann und nicht wie eine Art Koma-Patient weiterexistiert. Die Eurythmie ist ja nur ein Beispiel, an dem der Niedergang besonders deutlich wird.
Das, was Steiner von den damaligen und dann wiederkehrenden Anthroposophen erwartet hat, ist eindeutig nicht ergriffen, nicht einmal begriffen worden.
Welche Erwartung sprichst du da an?Die bewusste Arbeit am eigenen Karma zum Beispiel wäre eine der wesentlichsten Aufgaben der Mitglieder gewesen - bis heute ist dies ein Tabu-Thema! Rudolf Steiner hat mehrere Anläufe genommen, um die Notwendigkeit einer konkreten Karmaforschung deutlich zu machen:
1. - in der Esoterischen Schule. Da gab es schon entsprechende Übungen.
2. - in den Mysteriendramen und in der Entstehung der Eurythmie und des Goetheanumbaus, dessen plastische Formen bereits eine belebende Wirkung auf die Ätherleiber ausüben sollte.
All das sollte zur Entwicklung des künftigen ätherischen Hellsehens führen. Steiner sagte mal, dass er keine weiteren Vorträge mehr hätte halten müssen, wenn die Menschen seine Mysteriendramen verstanden hätten! Dass dieser Impuls nicht wirklich aufgenommen worden ist, ist eben eine große Tragik!
3. - ein letzter - fast schon verzweifelter Versuch -folgte durch die Weihnachtstagung und die Karmavorträge, wo er dann ja ganz konkret wurde.
Heute kann man sagen, dass die Fähigkeiten, von denen Rudolf Steiner gesprochen hat, da sind, dass Methoden zur Bewusstwerdung und Aufarbeitung früherer Leben entwickelt worden sind, überall auf der Welt - am wenigsten aber bei Anthroposophen...
Die geistige Welt sucht sich eben andere Wege, wenn einer verschüttet wurde.
Auch andere Dinge, die Steiner vorhergesagt hatte, sind da: spirituelle Impulse in allen Lebensbereichen bis hin zur technischen Entwicklung. Da ist doch in den letzten Jahren ungeheuer viel passiert! Anthroposophen scheinen diese Entwicklung zu verschlafen oder arrogant zu belächeln oder einfach nur abzuwerten... Bei mir stellt sich hinsichtlich der Überreste der Anthroposophischen Gesellschaft das Bild einer Pflanze ein, die zum vertrockneten Stengel einer Pusteblume geworden ist. Aber im Umkreis sind viele andere Löwenzahnpflanzen aufgegangen!
Welche Konsequenzen für dein weiteres Wirken ergeben sich für dich aus all diesen Erkenntnissen?Ja, da hat sich in den letzten Jahren viel gewandelt für mich... Ich stand ja zunächst nach meinem Erlebnis zur Zeit Rudolf Steiners vor einem großen Rätsel, vor der Frage nach der Aufgabe, der Konsequenz aus dem damaligen Scheitern. Lässt sich Versäumtes einfach nachholen? Oder hat nicht auch jede Zeit ihre ganz eigenen Aufgaben, die man wiederum vor lauter Nachholen auch nicht versäumen darf?! - Ist ein Wirken innerhalb anthroposophischer Institutionen möglich und nötig? Oder geht man lieber im Stillen eigene Wege? Ich steckte da in einem großen Zwiespalt. Dieser Zwiespalt war allerdings auch schon die Fortsetzung eines inneren Zwiespalts in dem vorigen Leben, aus dem heraus ich mich in ein inneres Refugium zurückgezogen hatte.
Worin bestand dieser Zwiespalt?Er bestand darin, die eigene Integrität nicht leben zu können innerhalb der Gemeinschaft, sich aber auch nicht aus der Gemeinschaft lösen zu können.
Da war ohnmächtige Wut über Unrecht, über Ansprüche, die nicht gelebt wurden. Da war der Zwang, entweder sich anzupassen und mitzumachen oder zu gehen. Das hätte aber den Verlust an Sicherheit und Geborgenheit bedeutet.
Dieses persönlich erlebte und - wie du ja schildertest - sogar für die Gemeinschaft mit gebüßte Versagen ist doch etwas ganz Aktuelles, was am Schlimmsten wohl in der Nazi-Zeit, die du ja auch miterlebt hast, aber verhohlen und nicht weniger schädlich in so vielen Arbeits- und Lebensbereichen auch heute stattfindet. Ich denke, dass von deinen Erfahrungen -in den Konsequenzen eben über das eine Leben hinausgehend! - viele andere et was lernen könnten!Nun, damals schien es mir gar keine andere Wahl zu geben als dazubleiben, in der Waldorfschule, und alles zu schlucken, was sich da abspielte. Da schien es mir nur die „innere Emigration" zu geben und sich aus allem Streit herauszuhalten... Das war aber eine verlogene Situation... Diese Schwäche, also mein persönliches karmisches Muster, das für mich zu dieser Belastung geführt hatte, hieß also: sich aus lauter Harmoniebedürfnis anzupassen und schweigend dem Unrecht und Unfug zuzusehen, dadurch aber sich selbst und das eigene Gewissen nicht leben zu können!
Hast du mal darüber nachgedacht, weshalb dein Schicksal dich in eine solche Situation geführt hat, wo du hättest Mut zeigen müssen, um als Mensch integer leben zu können?Ja. Und ich kam darauf, dass dieses Muster bei mir schon uralt ist und dringend einer Änderung bedarf. So erlebte ich die Wirkungen der Vergangenheit auf spätere Leben. Und durch den bewusstseinsmäßigen Angang kann diese Schwäche nun hoffentlich endlich überwunden werden. Denn sie entstand durch Ängste, die in früheren Inkarnationen entstanden sind, wo mich das Aussprechen der Wahrheit in missliche Situationen brachte, die Verfolgung und Flucht zur Folge hatten. Das wiederum war bereits die Folge noch früherer Muster, wo ich selbst nicht in der Umgebung sein wollte, in die das Schicksal mich gestellt hatte. Das ist ein Thema, das du in vielen meiner Geschichten (siehe dazu den Nachtrag nach dem Interview, Red.) in irgend einer Form wiederfindest.
Kannst du mal ein konkretes Beispiel beschreiben?Ich hatte zum Beispiel im 10. Jahrhundert nach Christus eine Inkarnation in einem mongolischen Reitervolk gefunden, nachdem ich bereits in früheren Leben den Christus-Impuls aufgenommen hatte. Das Leben in jenem Volk bestand u.a. eben aus Beutefeldzügen, wo man nicht gerade zimperlich mit dem Leben anderer Menschen umging. Als dann der Anführer, dessen Sohn ich war, selber in einem solchen Kampf umkam, hat mich das wachgerüttelt. Ich wollte solche Beutezüge nicht mehr unternehmen. Das jedoch wurde selbstverständlich von mir, als Nachfolger, erwartet. Da ich meine Skrupel nicht artikulieren konnte und ja auch keine Alternativen hatte, überhaupt allein war mit meinen Empfindungen, war das Ergebnis, dass ich abgesetzt und vertrieben wurde. - Ich bin dann in einem buddhistischen Kloster gelandet, wo ich zwar für meine eigene Entwicklung einen geeigneteren Ort gefunden habe, aber eben nicht in meiner angestammten Umgebung wirken konnte. - Solche Erlebnisse verursachen natürlich Ängste und Hemmungen. Und man entwickelt dann Vermeidungsstrategien, um nicht immer wieder dieselben schmerzhaften Erlebnisse zu haben.
Christiane Feuerstack beim InterviewAber um auf deine Frage nach den Konsequenzen aus diesen karmischen Erkenntnissen zurückzukommen:
Zu den ersten Konsequenzen für mich gehörte die Einsicht in die Notwendigkeit der Karmaarbeit, so wie ich sie von Heide gelernt habe und seitdem auch mit anderen Menschen ausübe.
Anfangs hatte ich noch die naive Vorstellung, ich könnte diesen Impuls der Karmaerkenntnis wenigstens jetzt noch in die Stuttgarter Schule einbringen. Aber das war wohl eine Illusion. An den wenigen Stellen, wo es überhaupt Gelegenheiten gab, in privaten Gesprächen, mit Lehrern darüber zu sprechen, stieß ich nur auf Unverständnis. Ich wurde ja dort behandelt wie eine „dumme Mutter", die sowieso von Waldorfpädagogik keine Ahnung hat..!
 Dann stellte sich mir konsequenterweise die Frage bei unserem Umzug nach Schleswig-Holstein, ob ich meine Aufgabe noch einmal innerhalb einer Waldorfschule als Lehrkraft suchen sollte. Allerdings waren meine damaligen Bewerbungen eher halbherzig. Denn eigentlich hatte ich einen Horror davor, und war auch ganz froh, als es anfänglich nicht klappte. - Erst vor zwei Jahren, als ich übrigens in demselben Alter war wie Clara Michels als sie an die Waldorfschule kam, war ich innerlich soweit, dass ich es wirklich versuchen wollte. Das kam auch mit einer äußeren und gleichzeitig inneren Notwendigkeit fast wie zwanghaft auf mich zu, so dass ich dem nicht ausweichen sollte.
In der Waldorfschule dann geriet ich ziemlich bald von ganz allein in eine Situation, wo ich keine andere Wahl hatte: Ich musste meine Rückzugstendenzen überwinden, mich gegen Unrecht zur Wehr setzen und Stellung beziehen - oder schweigen, das Unrecht hinnehmen oder eben zu gehen... Ganz klar und bewusst entschied ich mich für die erste Möglichkeit. Ich habe jede Gesprächsgelegenheit genutzt, um mein eigentliches Anliegen so deutlich wie möglich zu artikulieren. Ich versuchte immer wieder, auf die Notwendigkeit hinzuweisen, am Karma zu arbeiten, damit die entsprechenden Knoten und sozialen Probleme gelöst werden könnten. Auch auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der verschiedenen karmischen Strömungen wies ich mehrfach hin. - Man wollte keine Gespräche mehr mit mir und schließlich bekam ich eine Kündigung.
Im Rückblick kann ich sagen, dass ich trotz äußerlichen Misserfolgs für mich persönlich einen ganz großen Durchbruch - eine große Befreiung - erreicht habe. Es war wie eine rückwärts gespiegelte Aufarbeitung des damaligen Lebens. -
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich ein Karmagesetz bestätigt hat, wonach eine Aufarbeitung früherer Problematiken dieselbe Anzahl an Monaten benötigt, wie es früher Jahre gedauert hat. Da habe ich im Nachhinein eine verblüffende Entdeckung gemacht: Clara Michels war 15 Jahre lang an der Stuttgarter Waldorfschule (1923 bis zur Schließung der Schule). Im jetzigen Leben war ich als Schülerin an meiner ersten Waldorfschule (ebenfalls in Stuttgart, aber nicht an der Mutterschule) genau 15 Monate. Damals war mein Vater genauso alt wie ich jetzt und in einer ähnlichen Situation. Wir zogen nach diesen 15 Monaten aus Stuttgart weg nach Krefeld (vorher waren wir am Bodensee). - Später verbrachte ich nochmals genau 15 Jahre in Stuttgart 1985 - 2000), und erlebte die erste Waldorfschule als Mutter. Und die letzte Runde der Aufarbeitung dauerte wiederum 15 Monate, jedenfalls bekam ich auf den Tag genau nach 15 Monaten die Kündigung.
Obwohl das für mich zu diesem Zeitpunkt ganz überraschend kam, hatte ich kurze Zeit später das Gefühl, dass das alles in Ordnung ist und jetzt endlich eine ganz schwere Last von mir abfällt! Das ging erstaunlich schnell, dass ich alles loslassen konnte, ohne Groll und Bitterkeit, ohne Resignation oder Frust, dass ich nicht verstanden worden bin, sondern eher mit einer Erleichterung und Freude darüber, dass die jahrelang empfundene Belastung fast schlagartig von mir genommen wurde. Ich konnte auch akzeptieren, dass meine Wirksamkeit sich möglicherweise auf eine ganz andere Ebene verlagert hat als ich mir das ursprünglich vorgestellt hatte. Die größte Errungenschaft war aber das Sprengen meiner inneren Fesseln und dem Standhalten und nicht ausweichen wollen... Nun fühle ich mich ganz frei, wie ein Schmetterling, der gerade den Kokon verlassen hat und der bestimmt nicht wieder rein will - weil so etwas ja auch gar nicht mehr geht. - Ich kann aber dieses alte „Gefängnis", die ganzen Probleme, die es neben allem Schönen in der Vergangenheit gab, innerlich segnen und dankbar sein, dass ich mich in dieser Hülle entwickeln konnte. Ich brauche meine Wurzeln jetzt weder verleugnen, noch daran festzuklammern. Für meine weitere Wirksamkeit ist jedenfalls klar, dass ich keine faulen Kompromisse mehr eingehen möchte und dass ich mich nichts und niemandem mehr verpflichtet fühlen werde als mir selbst, das heißt: meinem eigenen Gewissen. - Und dass ich jede Gelegenheit nutzen möchte, das auch zu artikulieren. Ob ich dabei verstanden werde oder Aggressionen ernte, spielt jetzt keine Rolle mehr.
Ich danke dir, Monika, dass du mir durch deine Bitte um ein Interview und deine Fragen eine solche Gelegenheit zu einer konkreten Darstellung karmischer Bezüge auch in der anthroposophischen Bewegung betreffend gegeben hast.
Und ich danke dir sehr für den Mut, ohne Umschweife auch den Namen zu bekennen, weiß ich doch, welche Überwindung eigentlich dazu gehört. Danke!  
Können fremde karmische Erinnerungen auch für uns wichtig sein?Nachdem Christiane Feuerstack nun frei über Rückerinnerungen an frühere Leben sprach, soll noch nachgetragen werden, dass die Beiträge in vergangenen Lazarus-Heften, wo sie individuelle Geschichten von Persönlichkeiten in anderen Kulturen (unter anderem in Ägypten und Griechenland) veröffentlichte, eigene karmische Rückerinnerungen darstellten*. Über das Einzel- und Gruppenschicksal hinaus sind solche Rückerinnerungen nach Ansicht der Redaktion sehr wichtig, um die vergangenen Kulturen mehr und mehr quasi „aus erster Hand" kennen zulernen.
Auch Rudolf Steiner stellte die Entwicklungsgeschichte der Menschheit ja nicht aus äußeren Zeugnissen dar, sondern suchte sein geistig Erforschtes mit demjenigen zu vergleichen, was durch geschichtliche Überlieferungen oder Kulturdenkmäler noch vorhanden war.
Andererseits muss man sich darüber klar sein, dass schon Berichte aus unserer Zeit in vielem Übereinstimmung hätten (zum Beispiel in der Tatsache, dass wir in einer Zeit bestimmter technischer Möglichkeiten leben), aber in vielem völlig abhängig von anderen Fakten sind: unserer Aufnahmefähigkeit / Bildung, der geographischen Lebenssituation u.v.w. mehr. Dabei ist in der Zeit des „globalen Bewusstseins" vieles in unserer Kenntnis, was in früheren Zeiten (Unüberbrückbarkeit von Entfernungen z.B.) völlig außerhalb des Gesichtskreises der nicht miteinander in Kontakt stehenden Menschen lag.
Darum wird es sinnvoll sein, gerade für Erinnerungen bestimmte Kulturkreise, Zeiten usw. betreffend, in einen Austausch zu kommen unter denjenigen, die dazu in der Lage sind, um einseitige Fixierungen und Vorstellungen zu meiden, auch für das Publikum. - Umso schöner finde ich es darum, dass Christiane Feuerstack - und sie steht da nicht allein - den ihr zugänglichen Teil dieser kulturell und menschlich eindrucksvollen Erinnerungen mit anderen Menschen in den Veröffentlichungen teilt.
-Monika Neve
*Andere Erfahrungen aus früheren Erdenleben von Christiane Feuerstack finden sich in Form von kleinen Erzählungen in den LAZARUS-Jahresbüchern von 1999 - Ägypten, von 2000 - Griechenland, beide vorchristliche, und von 2001 - Dalmatien, nachchristliche Zeit. Außerdem enthalten die Bücher 2001 und 2002 noch eindrucksvolle satirische Erzählungen: „Sonderbare Verwandlungen " und „ Sternauge ". 
Clara MichelsCLARA MICHELS (8.März 1880 - 27.März 1944) (Die Informationen folgen dem Buch: „Der Lehrerkreis um Rudolf Steiner in der ersten Waldorfschule", Freies Geistesleben, Stuttgart 19792.) Clara Michels, Tochter eines Arztes, hatte fünf Schwestern. Sie studierte Physik und Mathematik in Bonn, Heidelberg und Berlin, u.a. bei Max Planck. Schon in ihrer Studentenzeit begegnet ihr Rudolf Steiner. - Die ein Jahr jüngere Schwester Gertrud studierte Gesang an der Musikhochschule in Köln, musste aber nach Überanstrengung der Stimme eine andere Ausbildung wählen. Sie lernte Gartenbau und Bienenzucht in Berlin. Dort war zu der Zeit auch Clara. - Als beide in Söcking bei München wohnten, kam eine Zusammenarbeit mit den Münchner Theosophen zustande. Im Mysteriendrama „Die Prüfung der Seele" spielten sie und zwei weitere Schwestern Bäuerinnen in den mittelalterlichen Szenen. - Clara ging als Lehrerin für Mathematik und Physik an das Mädchengymnasium in Hameln. 1922 übernahm Gertrud den Gartenbauunterricht an der neu begründeten Waldorfschule. 1923 wurde Clara als Klassenlehrerin an die Schule berufen. „Sie bewohnte im Haus ihrer Schwester [am Schulgarten] ein Zimmer, das sie tiefviolett hatte streichen lassen. Auf einem mit Rückenlehne versehenen Diwan pflegte sie zu arbeiten, Hefte zu korrigieren und Zeugnisse zu schreiben. Sie war eine stattliche, breitschultrige Erscheinung" (Paul Matthiessen). „Jeden Morgen, wenn man in die Schule karn und Clara Michels die Hand gab, spürte man: Dieser Lehrerin kannst du dich getrost in die Hand geben. Ihre Augen schauten einen dabei an, als ob sie nur dich und nicht noch 36 andere Schüler erwartet hätten. Eine Welle von Sympathie, ja von Liebe, eine Welle von Vertrauen, von Freude ging von Auge und Hand aus, und man nahm aufgeweckt und erwartungsfroh seinen Platz ein. Die Klasse war froh und eingestimmt und folgte mit Enthusiasmus der Lehrerin. Eigentlich hat sich an dieser Zeremonie von der ersten bis zur achten Klasse nichts geändert. Man fühlte nur, daß einem etwas fehlte, wenn es zu dem morgendlichen Händedruck und In-die-Augen-, In-die-Seele-Schauen nicht kam, weil man verspätet war und Fräulein Michels bereits mit dem Unterricht begonnen hatte. Später erst ist mir bewußt geworden, daß mit dem Blick die Herzen geöffnet wurden und der Händedruck einen Impuls zum praktischen Handeln gab. Fräulein Michels verstand Schwächen ihrer Schüler und konnte sie mit großer Geduld heilen. (...) Bei Monatsfeiern und bei den Weihnachtspielen sahen wir die Lehrerinnen und Lehrer der anderen Klassen auf der Bühne, während Fräulein Michels bescheiden im Saal saß. (...) Lebenstüchtig wurden alle Schüler der Michelsklasse. Der Händedruck hat sie richtiges Handeln gelehrt, der Blick ihre Herzen geöffnet, die Güte und Geduld von Clara Michels ihnen Menschlichkeit beigebracht, der Unterricht freies Denken. (...) Zum letzten Mal sah ich Fräulein Michels, als ich im Krieg zur Marine eingezogen wurde und mit einem Militärtransport den Stuttgarter Hauptbahnhof verließ. Sie gab mir noch einmal die Hand, und mir war wie damals in der ersten Klasse alle Angst vor dem Kommenden genommen" (Hans-Frieder Willmann).
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Das Geheimnis der Goldmarie
Arbeit, Geld und Karma
-ein Werkstattgespräch
Herausgegeben von
Christiane Feuerstack


1. Auflage 2008
265 Seiten,
Paperback
MenschMedien Verlag 

ISBN 978-3-940586-01-8    14,80 EURO
Leseproben [externer Link]

Christiane Feuerstack

Samenkörner
karmische Bilder

mit einer Einführung in die Karmaerkenntnis

1. Auflage 2006
Zeichnungen von Marianne Tralau
216 Seiten
14,80 Euro
ISBN 3-924964-24-6

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